Täglich - auch sonntags - muss ich stundenlang mit dem Beantworten von emails verbringen....kaum habe ich 10 erledigt, sind die neusten 10 schon da. Ich trete an Ort und kann mich nicht von diesem Terror befreien. Die Virtualität schiebt sich je länger je mehr zwischen mir und meinem Leben -...
Multiple intime Beziehungen sind in Zukunft erlaubt!
Der Mensch ist neugierig und probiert gerne Neues aus. Ein Partner kann im besten Fall facettenreich (z.B. mal mütterlich, mal femme fatale), aber der feingebaute Tänzer wird schwerlich zum grossgewachsenen Draufgänger mutieren und umgekehrt. Manchmal sucht man aber bekanntlich das andere.
Mir fallen in einer "konventionellen" Beziehung folgende Konstellationen zur Intimität ausserhalb der eigenen Beziehung ein (vielleicht gibt es ja noch mehr?):
GAR NICHT WOLLEN: Manche würden sagen, dass sich jemand in einer WIRKLICH glücklichen Beziehung nie nach Intimität ausserhalb sehnt. Eine andere Sicht wäre, dass viele Menschen neugierig sind und Neues ausprobieren. Somit gebe es auch genug Menschen aus glücklichen Beziehungen, die Intimität ausserhalb der eigenen Beziehungen eingehen - wenn sie DÜRFTEN.
MÜSSEN: Die Intimität ausserhalb der eigenen Beziehung wird gesucht, weil ein spezielles wichtiges Bedürfnis in der eigenen ansonst erfüllten Beziehung nicht gestillt wird.
WOLLEN, ABER NICHT DÜRFEN: - Jemand will Intimität ausserhalb der Beziehung, kann/will aber nicht, weil der Partner das nicht wollte bzw. sehr verletzt wäre. Würde er es ohne das Wissen des andern tun, wäre es zudem Vertrauensbruch.
Glaubt ihr, dass es in Zukunft öfters "offene Beziehungen" geben wird? Gibt es sie heutzutage öfter als früher? Andere Gedanken?
bin aber davon überzeugt, dass ALLE ausprägungen zum glück führen können, so lange beide partner damit einverstanden sind. ein ganz lieber freund von mir lebt derzeit in einer offenen bez u meinte mir gegenüber, dass es "anenehmer" ist, weil man keine schuldgefühle hat, wenn es passiert aber auch, weil der reiz des verbotenen wegfällt. er meinte sogar: nun passiert es viel seltener als zuvor!
@ "betrug" wegen zu wenig lust: ich hatte vor einiger Zeit eine phase, in der ich vollkommen überarbeitet war u mein damaliger partner nicht zu seinem "genuss" kam. daraufhin habe ich ihm eine affäre vorgeschlagen. hatte einfach ein schlechtes gewissen, weil ich ihm nicht bieten konnte, was er wollte.
schleichwerbung ziemt sich ja nicht, geschweige denn in eigener sache. aber ich find, dass in diesem fall die ausnahme drinne liegt (hoffe, ron sieht das auch so). hab eure diskussion mit interesse verfolgt, weil ich selber schon seit längerem an ähnlichem rumdenke. jetzt solls mit den gedanken mal an die öffentlichkeit gehen und zum austausch mit anderen kommen: hirnblut.elenchos.ch
und da würden wir uns natürlich freuen, wenn sich leute einfänden, für die das auch ein thema ist. und vielleicht würden sich einige von euch ja auch freuen, das mal mündlich und nicht nur im freundeskreis zu erörtern. findet zwar in basel statt, aber vielleicht lässt sich sonst ja auch mal was entsprechendes in züri machen...
ach ja, literatur gibts übrigens auch noch andere. z.b. (schon wieder schleichwerbung...):
:: The ethical slut. A practical guide to polyamory, open relationships & other adventures. Dossie Easton und Janet W. Hardy. Celestial Arts. 2nd Edition. Berkely und Toronto 2009.
:: Ein Frühstück zu Dritt. Leben und lieben in Mehrfachbeziehungen. Bärbel Schlender und Erhard Söhner (Hgg.). novum Verlag. Horitschon u.a. 2006.
:: Polyamory. The New Love Without Limits. Secrets of sutainable intimate relationships. Deborah M. Anapol. IntiNet Ressource Center. San Rafael 1997.
sodeli. gruss
frage mich schon lange, ob das wohl das Geheimrezept für eine lange und glückliche Partnerschaft ist ;-) Wenn ja, wieso machen das nicht alle so?
Aber ihr habt Euch ja demfalls auch irgendwann getrennt... ;-) so perfekt kanns also auch nicht sein....?
grundsätzlich gehöre ich zur (scheinbar) selten gewordenen spezies "glücklich-verheiratet" und auch nach 10 jahren (diesen April) noch super "verschätzlet" zu sein. daher wird wohl auch meine meinung entsprechend "eingefärbt" sein.
die schreie nach polygamen partnerschaftsformen sind ja nix wirklich neues und werden schon lange praktiziert. intressanter wäre die frage, wo der eigentlich grund liegt, sich nicht mit einer monogamen bindung abfinden zu können. könnte mir denken, dass dies an der vielzitierten über-sexualisierung der gesellschaft liegt, oder weil wir zu beschäftigt sind mit uns selbst, damit das "wir" in der beziehung kaum genügend nahrung erhält, um am leben bleiben zu können. vieleicht liegts auch an der nahezu ausgerotteten tugend "genügsamkeit", was uns die möglichkeit nimmt nicht einfach nur "zufrieden" zu sein mit einem geliebt-geschäftzen partner - sondern gar glücklich?
nun, wir haben letztes jahr geheiratet, was nach 9 jahren partnerschaft überraschenderweise wie ein aphrodisiakum gewirkt hat/die rosa brillen hervorzauberte. glücklicher den jeh wünsch ich allen das-hier-lesenden mindestens dasselbe glück das uns beschieden war und dass damit die hier gestellte diskussion schlicht überflüssig wird... ;)
- Das sexuelle Leben der Catherine M.
- Eifersucht
Beide von Catherine Millet.
Vor allem das zweite Buch Millets schildert in eindrücklicher Art und Weise Risiken und Nebenwirkungen eines libertinen Lebensentwurfs.